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Häufig gestellte Fragen

Die 35 wichtigsten Fragen rund um Prop-Trading, Challenges, Auszahlung, EAs und Steuern – beantwortet von unserer Redaktion. Suche nach einem Stichwort oder filtere nach Kategorie.

Grundlagen

7 Fragen
Was ist eine Prop-Trading-Firma?
Eine Prop-Trading-Firma (Proprietary Trading) stellt ausgewählten Tradern eigenes Kapital zur Verfügung. Der Trader erwirtschaftet Gewinne, die nach einem Profit-Split (typisch 80/20 bis 90/10) zwischen Trader und Firma aufgeteilt werden. Vor dem Zugang zu echtem Kapital muss der Trader meist eine Challenge bestehen.
Wie verdient eine Prop-Firma Geld?
Die meisten Prop-Firmen verdienen primär über Challenge-Gebühren (10-15 % aller Trader bestehen die Challenge) und über den Profit-Split auf erfolgreiche Trader. Manche kombinieren das mit Modellen, bei denen die Trades intern simuliert und nicht am realen Markt platziert werden („A-Book / B-Book"-Hybrid).
Ist Prop-Trading legal in Deutschland / Österreich / Schweiz?
Ja. Prop-Trading mit ausländischen Anbietern ist in der DACH-Region rechtlich zulässig. Es handelt sich juristisch um eine Dienstleistung / Bildungs-Vereinbarung, nicht um ein reguliertes Finanzprodukt. Allerdings sind Gewinne steuerpflichtig.
Was ist der Unterschied zwischen Prop-Trading und einem normalen Broker?
Bei einem Broker handelst du mit deinem eigenen Geld. Bei einer Prop-Firma handelst du mit Kapital der Firma, sobald du die Challenge bestanden hast. Vorteil: viel größeres Konto möglich. Nachteil: Regeln und Drawdown-Limits sind strikter.
Brauche ich Vorerfahrung für Prop-Trading?
Theoretisch nein – jeder kann eine Challenge kaufen. Praktisch: Wer ohne mindestens 6 Monate Demo-/Real-Erfahrung startet, verliert in 95 % der Fälle die Gebühr. Wir empfehlen einen Lern-Plan über 8-12 Wochen vor dem ersten Challenge-Kauf.
Welche Anbieter sind in DACH am beliebtesten?
Im deutschsprachigen Raum sind Syntra Capital, FTMO, FundedNext und FundingPips die meistgenannten. Syntra Capital ist der einzige große Anbieter mit deutschsprachigem Support. Eine vollständige Übersicht findest du auf unserer Startseite.
Was ist ein Funded Account?
Ein Funded Account ist das Konto, das du nach bestandener Challenge erhältst. Auf diesem Konto handelst du mit dem Kapital der Prop-Firma; deine Gewinne werden gemäß Profit-Split ausgezahlt. Verluste trägt die Firma (außer bei Regelverstößen, die das Konto schließen).

Challenge

8 Fragen
Wie hoch sind die Kosten für eine Prop-Trading Challenge?
Eine Challenge kostet je nach Konto-Größe zwischen 50 € (für ein 5.000-$-Konto) und 1.080 € (für ein 200.000-$-Konto). Es gibt Coupon-Codes mit 10–25 % Rabatt bei den meisten Anbietern (Ausnahme: FTMO hat selten Rabatte).
Was ist der Unterschied zwischen 1-Step und 2-Step?
Bei 1-Step musst du nur einmal ein Profit-Target erreichen (z. B. 8 %), dann bist du funded. Bei 2-Step zweimal (10 % in Phase 1, 5 % in Phase 2). 1-Step ist schneller und einfacher zu planen. Syntra Capital und FundingPips bieten 1-Step; FTMO klassisch 2-Step.
Kann ich die Challenge wiederholen, wenn ich verliere?
Ja, du kannst eine neue Challenge kaufen. Manche Anbieter (FTMO, FundedNext) bieten 10 % Bonus auf den Wiederholungs-Kauf. Wichtig: Es gibt keinen automatischen Re-Try – du musst den vollen Preis nochmal zahlen.
Welche Konto-Größe soll ich wählen?
Faustregel: starte mit der kleinsten Konto-Größe, deren Gebühr du verkraften kannst. Für Einsteiger sind 10.000–25.000 $-Konten ideal. Beim 5.000-$-Konto ist die Mindest-Lot-Größe für sinnvolle Trades zu groß; beim 100.000-$-Konto verlierst du im Misserfolgsfall 540 € statt 150 €.
Wie lange darf ich für die Challenge brauchen?
Bei den meisten Anbietern unbegrenzt seit 2024 – früher gab es 30-Tage-Limits, die wurden weitgehend abgeschafft. Es gibt aber Mindest-Handelstage (4-7 Tage), die du erreichen musst.
Was ist Instant Funding und lohnt es sich?
Instant Funding bedeutet: gegen einen höheren Preis bekommst du direkt Zugang zu einem Funded Account, ohne Challenge. Der Profit-Split ist meist niedriger (60-70 %). Lohnt sich nur für sehr erfahrene Trader; für Einsteiger nicht empfohlen.
Was passiert, wenn ich das Profit-Target erreiche?
Bei 1-Step wirst du innerhalb von 1–3 Werktagen funded und erhältst Zugang zu deinem Live-Konto. Bei 2-Step geht es in Phase 2 weiter (5 % Target, oft länger Zeit). KYC muss vor dem ersten Auszahlungsantrag absolviert sein.
Wie viele Trades muss ich pro Tag machen?
Bei den meisten Anbietern reicht 1 Trade pro Tag, um diesen als „Handelstag" zu zählen. Mindestens 4-7 solcher Handelstage musst du in der Challenge erreichen. Ein „Trade" ist eine geöffnete und geschlossene Position.

Auszahlung

6 Fragen
Wie lange dauert eine Auszahlung?
Im Schnitt 2–7 Werktage. Syntra Capital und FTMO liegen bei 2–3 Werktagen, Apex und MyFundedFX bei 5–8 Werktagen. Die KYC-Verifizierung muss vor der ersten Auszahlung abgeschlossen sein – das dauert nochmal 24–72 Stunden.
Welche Auszahlungsmethoden gibt es?
Üblich sind Banküberweisung (SEPA), Wise / Rise, Crypto (USDT/BTC). Manche Anbieter bieten zusätzlich PayPal. Wir empfehlen Bank-Auszahlung für die erste Auszahlung (klare Beweise) und Crypto für Folge-Auszahlungen (oft schneller, niedrigere Gebühren).
Wie oft kann ich auszahlen lassen?
Hängt vom Anbieter ab. Wöchentlich: Syntra Capital, FTMO, FundingPips. Bi-weekly (alle 2 Wochen): FundedNext, Blue Guardian, MyFundedFX, The Funded Trader. Monatlich: The5ers. Erste Auszahlung erst nach Mindest-Handelstagen (oft 5-14 Tage).
Gibt es Mindest-Auszahlungsbeträge?
Ja, typisch 50 – 100 $. Manche Anbieter (Syntra Capital seit Mai 2026) haben das Limit auf 50 $ gesenkt. Bei FTMO sind es traditionell 100 $.
Gibt es Gebühren für die Auszahlung?
Beim Anbieter selbst meist keine. Bei der Banküberweisung können je nach Bank Gebühren anfallen (typ. 5–15 €). Crypto-Auszahlungen sind oft kostenlos für den Trader, allerdings übernimmst du das Mining-Fee-Netzwerk.
Was passiert, wenn meine Auszahlung verzögert wird?
Erst Geduld – bis zur kommunizierten Höchstdauer (z. B. 5 Werktage). Danach: per Email + Live-Chat dem Support melden, Screenshot des Auszahlungs-Antrags mitschicken. Falls das nicht hilft, im Subreddit r/PropFirms posten – das beschleunigt erfahrungsgemäß. Bei der ersten Auszahlung gibt es oft KYC-Verzögerungen.

Regeln & EAs

6 Fragen
Sind EAs / Trading-Bots bei Prop-Firmen erlaubt?
Bei den meisten großen Anbietern ja: Syntra Capital, FTMO, FundedNext, MyFundedFX. Eingeschränkt: FundingPips, The Funded Trader, Apex. Strikt verboten: nicht bei den großen Anbietern. Wichtig: Latency-Arbitrage, HFT und Tick-Scalping sind fast überall verboten.
Was ist Daily Drawdown und Max Drawdown?
Daily Drawdown: maximaler Verlust pro Tag (typ. 5 % vom Startkapital). Wird er überschritten, ist das Konto gesperrt. Max Drawdown: maximaler Gesamtverlust (typ. 10 %). Statisch (Syntra, FTMO): fest vom Startkapital. Trailing (FundedNext, FundingPips): wandert mit jedem Gewinn nach oben.
Darf ich News-Trading betreiben?
Bei den meisten Anbietern ja, mit Einschränkungen. Häufige Klausel: kein Trade 2 Minuten vor und 2 Minuten nach High-Impact-Events (NFP, CPI, FOMC). Wer dagegen verstößt, riskiert Auszahlungs-Sperre für betroffene Trades.
Darf ich Positionen über das Wochenende halten?
Bei Forex/CFDs in der Regel ja (Syntra, FTMO, FundedNext). Bei Futures-Anbietern (Apex) nicht. The5ers verlangt für manche Konto-Typen wochenend-Schließung. Lies die spezifischen AGB.
Was ist die Consistency-Rule?
Die Consistency-Rule verlangt, dass kein einzelner Trading-Tag mehr als X % (meist 20–40 %) des gesamten Gewinns ausmacht. Soll verhindern, dass Trader nur einen großen Lucky-Trade machen. Gilt bei MyFundedFX, The Funded Trader. Nicht bei Syntra Capital, FTMO, FundedNext.
Kann ich mehrere Konten gleichzeitig haben?
Ja, fast alle Anbieter erlauben mehrere Konten. Apex erlaubt bis zu 20 parallel. Wichtig: Du darfst nicht identische Trades auf mehreren Konten gleichzeitig platzieren („Hedging zwischen Konten" oft verboten).

Steuern

4 Fragen
Sind Prop-Trading-Gewinne steuerpflichtig in Deutschland?
Ja. Es gibt zwei Auffassungen: a) Kapitalertragsteuer (25 % + Soli, da Trading), b) Einkommensteuer (Honorar für Dienstleistung, individueller Satz). Die Tendenz neuerer Steuerbescheide ist b) – Einkommensteuer. Sprich mit einem Trading-spezialisierten Steuerberater.
Kann ich die Challenge-Gebühr von der Steuer absetzen?
Wenn du gewerblich oder als Selbständiger tradest: ja, als Betriebsausgabe. Bei privatem Trading: meist nicht (Lebenshaltungskosten). Belege aufbewahren, im Zweifel mit Steuerberater klären.
Wie versteuere ich Auszahlungen in Crypto?
Ankunft des USDT auf deiner Wallet ist der Veräußerungs-Zeitpunkt für Steuer (Tageskurs in EUR). Wenn du USDT direkt 1:1 verkaufst, ist die Wert-Differenz minimal. Halte USDT nicht zu lange – Volatilität erzeugt zusätzliche Steuerpflicht.
Brauche ich ein Gewerbe für Prop-Trading?
In Deutschland: meist nein, solange du nur sporadisch handelst. Wenn du nachhaltig hohe Gewinne machst (> 50.000 €/Jahr), prüft das Finanzamt eine gewerbliche Einordnung. Mehr dazu in unserem Steuer-Artikel.

Probleme

4 Fragen
Was tun, wenn mein Konto unerwartet gesperrt wird?
1) Screenshot vom letzten Stand machen. 2) Per Email + Chat den Support kontaktieren, Konto-Nummer und Begründung anfragen. 3) Trader-Forum (r/PropFirms, DACH-Communities) – andere haben oft gleiches Problem. 4) Bei Streitfall: bei Kreditkartenzahlung Chargeback innerhalb 120 Tagen.
Wie erkenne ich eine unseriöse Prop-Firma?
Warnsignale: kein klares Impressum, keine dokumentierte Auszahlungs-Historie, ausschließlich positive Reviews auf Trustpilot, schwammige AGB, „garantierte Funding"-Versprechen, sehr hoher Discount (-80 %). Mehr dazu in unserem Warnsignale-Artikel.
Was ist, wenn die Prop-Firma plötzlich schließt?
Leider passiert das vereinzelt bei kleineren Anbietern. Bei seriösen, etablierten Firmen (Syntra Capital, FTMO, FundedNext) bisher nicht passiert. Im Worst Case: Geld ist weg. Daher unsere Empfehlung: nur etablierte Anbieter mit dokumentierter Historie ≥ 2 Jahre.
Wie reklamiere ich einen Auszahlungsfehler?
1) Email mit Screenshot des Auszahlungsantrags und der Kontobewegung. 2) Live-Chat zur Eskalation. 3) Bei Nicht-Reaktion nach 5 Werktagen: Schreiben Sie auf unsere Redaktion – wir kennen direkte Kontakte zu allen großen Anbietern und können oft vermitteln.

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